Bei der Überführung unseres neuen FM2 wurden wir glücklicherweise nicht von der Rennleitung aufgehalten – Warum? Dazu später mehr …

Der Shelter war jedenfalls gut bei uns in der Werkstatt angekommen. Das Abladen ging trotz fehlendem Hallenkran mit ein paar Paletten und einem Motorkran auch ganz gut.
Da stand er nun. Also wo fängt man bei so einem Projekt am besten an? Richtig – Erstmal alles raus! Die ganze Funktechnik war schon ausgebaut – „nur“ noch alle Regale, Kabel und Tische waren noch verbaut. Auf einigen Schubläden waren Aufkleber angebracht „GEHEIM“! Wir hatten einen Funkkoffer FM2B erworben, wobei das „B“ für eine zusätzliche Abschirmung (EMP) – gegen elektromagnetische Pulsbomben steht. Erkennbar daran, dass alle Klappen, die Tür, und der Notausstieg zusätzlich neben der Dichtung noch ein Stahlgeflecht besitzen.
Gefühlte drei Tage entkernten wir die Box. 1000 Schrauben, Regale, Klimakanäle, Nutensteine und Aluwinkel wollten ausgebaut werden. Alles, was wir ausbauten, legten wir auf die Waage. Als der Shelter besenrein war, erlebten wir ein erstes Mal das Raumgefühl in unserem neuen 1-Zimmer-Appartement. Super! Im vordern linken Eck fanden wir einen Entwässerungsstopfen – absolut genial! Genau an diese Stelle soll nämlich unser Badezimmer entstehen und dazu brauchen wir natürlich eine Durchführung nach außen.
Dann galt es „nur noch“ ca. 800 Nietenköpfe der C-Schienen aufzubohren, diese sollten auch alle raus.
Nachdem das erledigt war und ich mit einem kleinen Durchschlag die überstehenden Reste der Nieten in die Wand zurückgeschlagen hatte, ging es als nächstes an den Fußboden. Dieser wirkte zwar fest und solide, aber ich traute der ganzen Sache nicht so ganz. Viele lassen den originalen Boden drin und bauen darauf auf, das wollten wir nicht. Der Fußboden ist auch mit C-Schienen versehen und in den Zwischenräumen liegen Sperrholzplatten. Diese sind zu den C-Schienen hin abgedichtet.

Wir gingen wie folgt vor:

An den C-Schienen entlang die Abdichtung mit einem scharfen Messer durchtrennen und dann die Sperrholzplatten über die C-Schienen nach oben aushebeln – eine Sauarbeit. Und tatsächlich, bereits unter der ersten Platte zeigte sich, warum es absolut richtig war den Boden zu entfernen – Schwitzwasser!!! Der Boden war auf der Unterseite bereits etwas faulig und es breitete sich ein Duft nach feuchtem Keller aus.
Als die ganzen Platten raus waren blieben dann kleine, natürlich auch wieder verklebte, Holzleisten übrig. Um diese zu entfernen kauften wir einen Multimaster – ein tolles Gerät! Innerhalb kürzester Zeit waren die Leisten ab und der Boden sauber.

Inklusive C-Schienen und Boden haben wir gut 761 kg aus dem Shelter ausgebaut. Somit waren wir bei der Abholung um einige Kilo zu schwer unterwegs 🙂

Na, da haben wir ja schon mal einiges geschafft! Und weil es so schön voran geht habe ich dann noch alle Nietenlöcher verspachtelt und anschließend verschliffen. Über Kopf an der Decke ist das echt eine kräftezehrende Angelegenheit!

Das war es erst mal. Wir freuen uns auf eure Kommentare und/oder Anregungen.

Wir entschuldigen uns für die schlechte Fotoqualität. Da uns unsere Ausrüstung leider bei der Verschiffung aus dem Iveco gestohlen wurde, sind wir fototechnisch nicht mehr ideal aufgestellt, werden das aber schnellstmöglich wieder ändern.