Lange haben wir auf den Frühling gewartet und die folgende Arbeit vor uns hergeschoben. Durfte doch bei dieser Tätigkeit rein garnichts schiefgehen!

Letzte Woche war es endlich soweit – die Temperaturen stiegen und wir konnten unseren Shelter aus dem Winterschlaf erwecken 🙂 Es geht wieder weiter – erste Übung: Fenster ausschneiden.

Die bereits auf unserem Grundrissplan markierten und bemaßten Fenster, werden 1 zu 1 auf die Außenhaut des Shelters übertragen. Die genauen Ausschnittmaße ergeben sich aus den Angaben des Fensterherstellers.

AUFPASSEN:

Bei der Platzierung der Fenster ist unbedingt darauf zu achten, dass die beiden Spriegel in der Shelterwand nicht durchtrennt werden. Dadurch würde die Stabilität beeinträchtigt. Die beiden vertikal umlaufenden Spriegel sind 4 cm stark. Der erste befindet sich ca. 107 cm von der Stirnseite aus gemessen in der Wand. Die Spriegel sind symmetrisch gesetzt, daher findet man den zweiten ca. 107 cm von der Rückwand aus gemessen.

Am besten immer alles dreimal messen – weil wenn hier was schiefgeht – gibt’s Tränengesichter!

Die Ecken der Ausschnitte werden vor dem Anbohren gekörnert.

Vorbohren: Bevor die Wand mit dem langen Bohrer durchbohrt wird, wird erstmal nur die Außenhaut gelocht. So kann der lange Bohrer später exakt angesetzt werden.

Anschließend kommt der Langbohrer zum Einsatz…

TIPP:

Damit die 60 mm starke Wand exakt im Rechten Winkel durchbohrt werden kann, haben wir eine Bohrerführung geschweißt.

Dann kommt eines unserer Lieblingsgeräte zum Einsatz. Mit dem Multimaster lässt sich die Alu-Sheltehaut genau und gerade durchschneiden.

Danach kann die Aluhaut ganz einfach vom Schaum abgezogen werden. Hier sieht man auch die, durch den Bohrer entstandenen, runden Ecken. Diese reißen nicht so leicht ein wie spitz zulaufende Ecken.

Jetzt werden die auch innen sichtbaren Bohrlöcher verbunden.

Dann folgt wieder das gleiche Prozedere im Inneren des Shelters, nur mit einem kleinen Unterschied…

AUFPASSEN:

In den Bereichen der vormals montierten C-Schienen ist die Alu-Shelterhaut gedoppelt. Das heißt das Ausschneiden ist etwas mühsamer für Mensch und Material.

Endlich können wir den Schaum vorsichtig herausschneiden.

Und anschließend herausnehmen.

Die Schnittflächen werden noch begradigt, danach folgt der Lohn für unsre Mühen 😉 🙂

Der spannende Moment – Passt es oder passt es nicht?!

Es passt!!! 🙂 🙂 🙂

Das Ganze machen wir auf der linken Seite dreimal, auf der rechten Seite werden es zwei Auschnitte, einer davon für die spätere Einganstüre.

Für alle die sich fragen, was das denn für ein schönes Fenster ist, das Rico in die Öffnung hält: Wir haben uns nach reiflichen Überlegungen für Echtglasfester von PABST Air Tec. entschieden.

Eine ausführliche Beschreibung mit Einbauanleitung folgt in den nächsten Berichten.

9 Kommentare

  1. Servus!
    Habe auch schon lange gewartet, bis es bei Euch weitergeht.
    Interessant wird für mich dann wenn die Fenster eingebaut werden. Ich hoffe natürlich auf einen weiteren so tollen und detaillierten Bericht.

    Und nachträglich auch alles Gute zum Geburtstag.
    Liebe Grüße
    Toni PETER

    Antworten
    • Danke lieber Peter 🙂 Bei uns hat sich wirklich einiges getan in letzter Zeit und das Beste – unser Fahrgestell haben wir endlich gefunden – nach einem Jahr intensiver Suche! Natürlich werden wir den Eibau der Fenster auch wieder so genau beschrieben wie möglich, wir freuen uns schon drauf die zahlreichen Löcher im Shelter wieder zu schließen und dann das neue Raumgefühl zu erleben :)! Liebe Grüße, Rico & Marina

      Antworten
  2. Hallo ! Viele Grüße aus Ottendorf Okrilla und wir werden Lars erzählen und mitteilen LIEBER 3 mal messen ! ha ha Denn auch diese Arbeit wird sicher bei ihm bald losgehen .
    Wir wünschen euch weiterhin viel Glück und Spaß dabei .

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    • Liebe Hannelore, danke für deinen Kommentar! Genau – (richtig) messen ist die halbe Miete 😉 🙂 Wir sind auch schon neugierig, wie es bei „Gespanntreisen“ weitergehen wird… Viele liebe Grüße nach Ottendorf Okrilla, Marina & Rico

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  3. Hallo ihr Beiden,
    endlich – das Warten hat ein Ende! Sehr anschaulich dokumentiert, scheint gar nicht so schwierig zu sein, wie man(n) oftmals immer glaubt… ;o)
    Kam leider ein bißchen zu spät, ich habe dann doch dem Karosseriebauer meines Vertrauens den Vorzug gegeben. Aber für das nächste Mal weiß ich ja dann Bescheid, sollte es beizeiten in unserer 3,5 Tonne zu eng werden… :o)
    Gibt es schon eine Entwicklung beim Trägerfahrzeug? Für gewöhnlich gut unterrichtte Kreise wollen da was gehört haben.
    Weiterhin frohes Schaffen, ich bleibe am Ball bzw. Bildschirm.

    Herzliche Grüße aus Köln
    Stephan & Birgit

    P.S.: Sollte mich mein analoges Gedächnis nicht ganz im Stich lassen, kann ich heute noch nachträglich zum Geburtstag gratulieren? Wenn ja, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Rico! (Wenn nicht, mea culpa)

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    • Hallo ihr Zwei! Lieber Stephan, dein Gedächtniss lässt Dich nicht im Stich! Vielen Herzlichen Dank! 😉
      Es war wirklich nicht schwierig die Ausschnitte zu machen – der erste Schnitt tut weh, danach ist alles ganz einfach.
      Bezüglich eines Trägerfahrzeuges gibt es schon ein paar Neuigkeiten – aber das folgt im nächsten Bericht – wir wollen es ja spannend halten 🙂
      Ganz liebe Grüße nach Köln,
      Rico und Rini

      Antworten
      • Wunderbar, spannend hört sich gut an… Aber bitte nicht zu spannend, ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.,.. ;o)

        LG
        Stephan

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  4. DANKE für diese geniale Anleitung! Das steht mir nämlich auch noch bevor – aber jetzt hab ich nicht mehr soviel Angst 😉

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    • Hey danke dir! Freut uns, wenn wir dir ein wenig die Angst nehmen konnten 😉 Wenn man richtig misst und anzeichnet, dann kann eigentlich fast nichts mehr schief gehen – wenn wir das geschafft haben, dann schaffst du es auch 🙂 Liebe Grüße, Marina & Rico

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